ein,zwei,drei...heimisch!?
das neue Projekt des Trägerkreises „Erinnerungskultur & Integration“

Im Jahr 2009 ist mit „Anne Frank – eine Geschichte für heute“ ein Netzwerk von Menschen und Organisationen entstanden, das Erinnerungskultur in Wiesbaden aktiv gestaltet und weiterentwickelt. Das Zusammenwirken von verschiedenen Menschen mit vielfältiger Herkunft, hat sich derart bewährt, dass im Jahr 2010 ein ähnliches Projekt stattfinden wird.

Die Verschiedenheit der Menschen ist nicht allein durch Kultur geprägt, genauso wenig lassen sich Gemeinsamkeiten auf eine kulturelle oder religiöse Zugehörigkeit beschränken. Wir sind von unserer Nachbarschaft, der Familie und den Möglichkeiten unserer Umgebung beeinflusst, fühlen uns demnach an bestimmten Orten und mit bestimmten Menschen „…heimisch“. Der Trägerkreis für Erinnerungskultur und Integration möchte deutlich machen, dass wir unsere gemeinsame Zukunft positiv gestalten können, wenn wir einerseits Fremdheit akzeptieren und uns andererseits besser kennen und verstehen lernen.

Die Veranstaltungen und Projekte von „ein,zwei,drei...heimisch!?“ möchten einen Beitrag dazu leisten, die Vielfalt der Menschen in unserer Stadt sichtbar zu machen. Wir sehen die bereits existierende Vielfalt als Bereicherung an und möchten vor allem jungen Menschen die Gelegenheit geben Andere und andere Gruppen näher kennen zu lernen. Der identitätsstiftende Charakter der verschiedensten Erinnerungen und Erzählungen gerade für junge Menschen wird hervor gehoben.

Zwischen dem 23. Oktober und dem 20. November sollen Projekte von Jugendlichen aus der gesamten Stadt präsentiert werden. In vielen kreativen Workshops können sich Jugendliche mit den Themen Herkunft und Identität auseinander setzen. Bei Veranstaltungen wird die Geschichte von Einzelnen oder von Gruppen dargestellt. Wir laden alle ein, bei der Eröffnungsveranstaltung von „ein,zwei,drei ...heimisch!?“ , in Form einer kurzweiligen Talkshow, dabei zu sein. Ob Sie sich einheimisch, zweiheimisch oder gar nicht heimisch in Wiesbaden fühlen, die Beschäftigung mit dem Thema lohnt in jedem Fall.

Die Jugendinitiative Spiegelbild veranstaltet beispielsweise das Projekt „Stadtgeschichten.de“. Dies wird ein Internetportal der persönlichen Erinnerungen werden. Einzelne zum Teil unbekannte Personen, die in all ihrer Vielfalt die Geschichte und die Gegenwart unserer Stadt prägen, werden anhand von Bildern, Biografien und kleinen Filmen dargestellt.

Ebenso zeigen wir die Geschichte von Deutschen aus Russland oder die Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die gerade in Deutschland heimisch werden. Die Aids-Hilfe möchte anhand einer Veranstaltung auf die Wahrnehmung von sexueller Orientierung aufmerksam machen. Durch eine Fortbildung möchten wir darauf aufmerksam machen, dass es an Angeboten und Know-how fehlt, um junge Menschen auf ein Leben in Vielfalt vorzubereiten. All dies zusammen soll dazu einladen, über die zukünftige Gestaltung unserer Stadtgesellschaft nachzudenken und neue Formen der Auseinandersetzung mit dem Anderssein ermöglichen.

Bei Fragen zögern Sie nicht uns anzuschreiben. Mail: info(at)123heimisch.de
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Hier gibt es das Programmheft als PDF zum Download